Der Bockmoster

Die Hauptfigur der Poltringer Fasnet ist der Bockmoster.

Der Sage nach verdanken die Poltringer ihren Ortsnecknamen „Bockmoster“. Sie wurde auch zum Anlass genommen, in Poltringen einen gleichnamigen Weißnarren zu schaffen. Der Bockmoster wurde 1967 von Walter Ulrich entworfen und vorgestellt. Er nahm 1968 zum ersten Mal als Bockmoster am Umzug teil. Im Jahre 1970 enstand der Bockmostermarsch. Text und Melodie von Kurt Ruthardt. Nach diesem Marsch, gespielt von der vereinseigenen Musikkapelle, dem „Blechhaufa“, wird bis heute der Bockmosterschritt während der Fasnetsumzüge gesprungen. Begleitet wird der Umzug mit dem dreifachen Narrenruf „Bock – Moscht“

1983 entstand unter der Leitung von Thomas Ulrich und Armin Flaisch der Bockmostertanz, der 1984 erstmalig aufgeführt wurde. 2018 feierten die Bockmoster 50 jähriges Jubiläum.

Der Bockmoster ist ein Maskenträger und gehört zu der Gruppe der Weißnarren in der schwäbisch allemanischen Fasnet. Das Häs des Bockmosters besteht aus Maske, Kittel und Hose, Gschell und der Krukke. Die Maske ist aus Holz geschnitzt und stellt ein Geißbockgesicht mit einem Apfel im Maul dar. An die Maske angenäht ist ein Geißenfell, das den Kopf bedeckt und bis über den Rücken reicht. Der Kittel und die Hose sind aus weißem Leinen. Die Hosenbeine und die Ärmel des Kittels sind mit Früchten, die zum Mosten verwendet werden (Äpfel, Birnen, Weintrauben, schwarze Johannisbeeren, Pflaumen und Kirschen), bemalt. Dazu befinden sich auf dem rechten Ärmel die Initialen des Poltringer Fasnets Clubs (PFC) und nach unten abschließend die Häsnummer. Auf der Vorderseite ist ein Gatter mit 3 waagerechten und 6 senkrechten Latten zu erkennen. Die Rückseite ziert das Poltringer Ortswappen mit der Aufschrift: “Poltringer Fasnets-Club”. Auf der Vorderseite des rechten Hosenbeins befindet sich, nach unten abschließend, der Bock im Fass stehend. Das Gschell (Glockengeschirr) besteht aus einem schwarzen Lederschurz und braunen Lederriemen, an denen die Glocken befestigt sind. Dazu kommt eine große Glocke die separat an einem Lederriemen um den Hals getragen wird. Die Krukke ist einen verkleinerte Nachbildung der früher verwendeten Mostkrukke. An der Krukke sind ein Fuchschwanz und die Sprungbändel befestigt. Verziert ist die Krukke mit 8 Narrenrollen, der eingebrannten Aufschrift “PFC” und der Häsnummer.

Verantwortliche:

Oberbock: Rainer Baur

Sprungbock: Regina Keilig, Stefan Weikum, Jens Hermann

Schriftführer: Alexa Gruszka

Häsmeister: Uwe Bühler