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Geschichte

Wie der Bockmoster zu seinem Namen kam

Vor Zeiten gewann man den Most, das schwäbische Nationalgetränk, so: Man schüttete das Mostobst, meist Äpfel, manchmal aber auch Birnen in einen etwa drei Meter langen und einen Meter breiten, halbrunden Steintrog. Dann wurde in der Rinne des Trogs ein runder, mühlsteinförmiger, auf eine Holzachse gesteckter Stein hin und her geschoben. Die so zerquetschte Obstmasse setzte man mit Wasser in der “Mostbütte” an und presste sie schließlich aus.

Nun war einmal ein altes Weiblein eben dabei, ihr Obst zu quetschen. Als sie genug in den Trog geschüttet hatte, fing sie an, den großen Rundstein zu schieben. Wie sie da schweißtriefend und ganz vorn über gebeugt sich mühte und abrackerte, hörte sie auf einmal das jämmerliche Gemecker ihres Ziegenböckleins, das sie an Weihnachten schlachten wollte. Sie hielt inne und schaute nach. Aber O Schreck! Ihr Böcklein wollte sich an den zerquetschten Äpfeln gütlich tun, kam aber dabei unter den schweren Rundstein und brach die Füße, so dass das alte Weiblein den Bock sofort schlachten lassen musste.

Weil also das Böcklein in die “Moste” geraten ist, nennt man diese “Bockmoste” und die Poltringer seither “Bockmoster”.

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